Mein Konzept

 

Ziele meiner pädagogischen Arbeit

Die Grundlage meiner Arbeit bildet das KiföG § 1 und der Sächsische Bildungsplan.

Mein Ziel ist es, alles dafür zu geben, um Kinderherzen höher schlagen zu lassen. Wichtig ist natürlich genau so, die Entwicklung der Kinder zu selbstständigen, selbstbewussten und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern und zu unterstützen. Ich sehe die Kinder als vollwertige Menschen, die ich respektiere und wertschätze. Deshalb steht für mich im Vordergrund die Kinder ganz individuell in seiner Persönlichkeit, Entwicklung, Erfahrungen und seinen Erlebnissen wahrzunehmen.

Die Betreuung orientiert sich nach den Bedürfnissen der Kinder. Dabei werden Wünsche wie besondere Zuneigung oder auch häufig Abstand, Ruhezeiten, Spiel und alle weiteren Verlangen selbstverständlich berücksichtigt.

 

Wertevermittlung

Vorrangig geschieht die Wertevermittlung durch mich. Ich als Tagespflegeperson habe eine Vorbildfunktion. Wichtig ist es mir daher, dass:

*          ältere den jüngeren helfen (anziehen, Gegenstände reichen..)

*          teilen

*          wir sagen „danke“ und „bitte“

*          zusammen aufräumen

 

Sächsischer Bildungsplan

Der sächsische Bildungsplan spielt in der Tagespflege, aber auch im Kindergarten eine große Rolle. Jedem Kind steht eine erforderliche und angemessene Bildung zu. Dabei helfen die 6 Bildungsbereiche.

 

Somatische Bildung

Somatisch leitet sich von griechischen Soma ( Körper, Leib ) ab. Das heißt jene Dinge die zum Körper gehören. Unter somatischer Kultur wird die Körperbezogene Gestaltung unseres Alltagslebens verstanden.

Körperpflege,

Hygiene,

Körperhaltung,

Bewegung,

Kleidung,

Ernährung, Sexualität und Gesundheit

Dies sind alles Bestandteile der somatischen Kultur. Gerade in den ersten Lebensjahren spielt die Körperpflege und Versorgen eine große Rolle, da es einen großen Teil der Arbeit mit Kleinkindern ausmacht. Was unseren Kindern gut tut sollte man sich immer wieder vor Augen halten, um das Beste für die körperliche und geistige Entwicklung, sowie für das Wohlbefinden zu tun.

 

Soziale Bildung

In der sozialen Bildung ist zunächst erst einmal der Aufbau einer sicheren Bindung und Vertrauensbasis zu den eigenen Eltern, Geschwistern und später auch zu anderen Kindern und Erwachsenen wichtig, dies sind die entscheidenden Faktoren, die den Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes haben.

Kinder können ihre soziale Bildung auch in Spielräumen entwickeln, in denen Kinder allein, mit anderen, sich selbst und die Sie umgebene Dinge entdecken können. Sie lernen spielerisch und auf unterschiedlichen Ebenen Bildung. Soziales Miteinander in der Kindergruppe wird durch die Vermittlung von Werten bestimmt. Das heißt sich Vertraut machen mit Werten und respektvollen Umgang miteinander.

Außerdem sollte man immer darauf Achten:

- die Würde des Kindes zu achten

- Trost zu geben bei Niederlagen oder Ungerechtigkeiten

- Interessen und Bedürfnisse zu erkennen und darauf eingehen

- Aber auch Offenheit und Mitgefühl zu zeigen

Das ist alles wichtig für die soziale Bildung unserer Kinder.

 

Kommunikative Bildung

Kommunikation ist im Spiel, Erlebnisse und Bewegungssituation eingebettet.

Durch Beobachtung im Spiel der Kinder kann ich sehen und hören, wie intensiv sie sich Unterhalten und auf welcher Art und Weise sie dies tun.

Daraus kann man Ideen entwickeln, wie man Kommunikation fördern kann. Zum Beispiel wenn wir Musikalische Früherziehung machen, dabei lernen die Kinder spielerisch und musikalisch ihre Sprache einzusetzen.

Kommunikative Bildung wird auch begleitet von Mimik und Gestik.

Man sollte für die Kinder immer ein

- Sprachvorbild sein

- In ganzen Sätzen zu den Kindern sprechen

- Den Kindern ihre eigenen Erfahrungen benennen lassen

- Fragen stellen, die zum Erzählen animieren

- Zuzuhören und nicht zu Unterbrechen

- Den Kindern nicht ihre Fehler aufweisen, einfach noch einmal deutlich ein falsch gesprochenes Wort nachsprechen

- Außerdem fördert man die Sprachentwicklung des Kindes auch, in dem ich Dinge immer wieder zeige und benenne.

Durch die Kommunikation lernt das Kind, eigene Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken. Gleichermaßen lernt es aber auch andere Menschen zu verstehen

Mit zunehmender Kommunikationsfähigkeit kann sich das Kind mehr und mehr mit in den Alltag einbringen. Dies ist auch wichtig für das soziale Miteinander.

 

Ästhetische Bildung

Die ästhetische Bildung bewegt sich rund um das Wahrnehmen mit allen Sinnen. Unsere Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt mit allen Sinnen die Sie haben. Sie fühlen, sehen, hören, riechen und schmecken. So formen sie ihre Sinneseindrücke.

Dazu zählen auch Eindrücke aus verschiedenen Bereichen, z. B. bildnerisches Gestalten, Handwerk, Tanz, Musik, aber auch das Vorlesen.

Das Vorlesen von Geschichten kann für Kinder ein sinnliches Erlebnis werden, sie regen ihre Phantasie an und lassen, sie eigene Bilder zu den Geschichten entstehen, dabei entwickeln sie eigene Vorstellungen und Empfindungen.

Ich gebe dazu viele Anregungen und sorge für immer wieder neue Impulse.

 

Naturwissenschaftliche Bildung

Bei der naturwissenschaftlichen Bildung gibt es sehr viele Fragen, die die Kinder stellen. Die Antworten darauf sind selten leicht und verständlich wieder zu geben.

- Warum liegt Schnee?

- Warum regnet es?

- Warum liegen die Blätter auf der Erde und hängen nicht mehr am Baum?

- Warum sind Steine klein oder groß?

- Wieso ist die Banane krumm und warum darf man die gelbe schale nicht mit essen?

- Warum ist der Ball rund und nicht eckig?

Es gibt unendlich viele Fragen die, die Kinder stellen, alle Kinder müssen ihre eigenen Erklärungen dafür finden, aber sie brauchen trotzdem viel Unterstützung und Hilfe von uns Erwachsenen.

Auch in der Tagespflege wird den Kindern geholfen, sie werden dazu angehalten verschiedene Prozesse in der Natur zu beobachten, zu Entdecken und um eigene Erklärungen zu finden.

 

Mathematik und Naturwissenschaft

Die Mathematik macht sich ein Kind zu Eigen, indem es beispielsweise Bausteine nach Farbe, Form und Größe sortiert, in eine Reihe legt und abzählt. Darauf aufbauend bildet sich eine Vorstellung der Mengen und Größen, die zunächst jedoch noch fehlerhaft sind, es werden Interessen für mathematische Zusammenhänge geweckt, dies sind z.B.

- physikalische Merkmale der Schwerkraft (Rassel fällt aus dem Kinderwagen).

- Form und Konsistenz eines Gegenstandes können sich verändern (geschmolzene Schokolade wird, wenn man sie kühlt wieder fest).

- Biologisches Interesse, wie zum Beispiel Punkte auf dem Rücken der Marienkäfer zählen und damit das Alter der Lebewesen bestimmen.

Überall in der Umwelt trifft das Kind auf Zahlen, Mengen und Formen die es interessieren und mit denen es sich auf seine Art und Weise beschäftigen möchte.

In der Tagespflege bekommen die Kinder ausreichend Materialien in verschiedenen Formen und Farben, die sie brauchen für die Unterstützung der mathematischen Bildung (z.B. Spielgeld, Spielzeug, Teller, Becher, Töpfe, Bälle, Bausteine, Memory).

Ich biete den Kindern mehrere Bereiche in der Tagespflege, die zum eigenständigen Forschen und Denken mit Gegenständen gedacht sind.

 

Elternarbeit

Ich biete den Kindern und Eltern einen Ort der Begegnung, Gleichberechtigung und Wertschätzung. Die Wünsche und Bedürfnisse der Familien nehme ich ernst und versuche diese zu erfüllen. Eine gute Kommunikation zwischen den Eltern und mir ist die wichtigste Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit, dem Aufbau von gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Das beginnt schon bei der ersten Begegnung mit der Mutter und dem Vater sowie ihrem Kind. Familien, die sich für einen Platz in der Tagespflege bei mir entscheiden, lade ich zu einem ersten Gespräch und einer Besichtigung der hier vorhandenen Gegebenheiten ein. Ich erkläre was Tagespflege heißt und bedeutet. Oft haben Eltern schon genaue Vorstellungen, Fragen und Wünsche. Ich beantworte alle Fragen und gebe Auskunft über meine Wünsche. Zum Schluss des ersten Besuches und Kennenlernen gebe ich den Familien ein Konzept mit. So ist gewährleistet, dass nichts vergessen werden kann.

Die Eltern haben die Möglichkeit, sich mit allem noch mal in Ruhe auseinanderzusetzen. Ist das Kind dann aufgenommen, ist das tägliche (wenn auch kurze) Gespräch für mich und Eltern wichtig. In Angelgesprächen werden alltägliche Fragen gestellt und beantwortet. Zum Beispiel: Wie war der Tag? Hat das Kind gut gegessen und geschlafen? Was gab es zum Mittag? War alles in Ordnung? Für einzelne individuelle Gespräche nehme ich mir die Zeit, die Eltern und ich brauchen.

Diese Gespräche finden nach meiner täglichen Betreuungszeit statt, um die Ruhe zu gewähren. In schwierigen Situationen stehe ich den Familien gern mit Rat und Tat zur Seite. Das Interesse liegt dabei immer bei dem zu betreuendem Kind.

Die Qualität meiner Arbeit zeigt sich in dem Miteinander zwischen den Eltern, Kindern und mir als Tagesmutter. Ein höflicher und respektvoller Umgangston ist mir äußerst wichtig. Um eine gute Arbeit leisten zu können, brauche ich die Eltern als Experten ihres Kindes, an meiner Seite. Ein intensiver Informationsaustausch ist unumgänglich. Ich wünsche mir ein partnerschaftliches Verhältnis zu den Eltern meiner Tageskinder und ein Arbeiten Hand in Hand. Dazu gehören auch der ehrliche Umgang miteinander und das Einhalten der Hol- und Bringzeiten.

 

Der erste Kontakt

Damit dem Kind der Start so einfach wie möglich gemacht wird, ist es für mich hilfreich, näheres über Gewohnheiten zu erfahren (Essgewohnheiten, Ruhezeiten, Sauberkeitserziehung, Rituale, Allergien und Unverträglichkeiten, Lieblingsspielzeuge und Kuscheltiere, Ängste und alles, was für die Eltern und das Kind wichtig ist.

 

Auf den Anfang kommt es an - Die Eingewöhnung

Die wichtigste Phase ist die Eingewöhnung. Auf diese sollte unter keinen Umständen verzichtet werden! Das allerwichtigste hierbei ist, dass eine Beziehung zwischen dem Kind und der Tagesmutter, also mir, geschaffen wird. Das Kind muss sich darauf verlassen können, das sich neben Mama und Papa noch jmd. anderes für sich interessiert und seiner annimmt. Nur so können das Kind sowie auch Mama oder Papa sich auf die neue Situation einlassen.

Jedoch lernt es nicht nur die Tagesmutter, sondern auch Räumlichkeiten, Tagesablauf und Tageskinder kennen.

Die Dauer der Eingewöhnungsphase hängt ganz vom Kind ab. Entscheidend dafür sind unter anderem Alter, Persönlichkeit und Erfahrungen.

Die Eingewöhnung ist für mich ein unverzichtbarer Vorgang. In den meisten Fällen dauert diese zwischen 4 und teilweise 8 Wochen.

*          Die wichtigste Bezugsperson begleitet das Kind während der Eingewöhnung

*          Es wird rechtzeitig und vor Beginn der Arbeitsaufnahme der Eltern begonnen

*          Wir schaffen eine ruhige Umgebung

*          Tägliche, aber kurze Besuche

*          Tagesmutter und Bezugsperson sprechen in dieser Zeit intensiv miteinander

*          Vertrauen aufbauen

*          Räumlichkeiten in der Einrichtung werden zusammen erforscht

*          Lieblingsspielzeug, Nuckel, Kuscheltier oder ähnliches werden bei jedem Besuch mitgebracht

*          Keinen Urlaub während Eingewöhnungsphase

*          Kein Druck ausüben, Zeit lassen

Die Eingewöhnungsphase gestalte ich nach dem „Berliner Modell“, welches sich gut bewährt hat

In den ersten Tagen (etwa 4) besucht die Bezugsperson mit dem Kind die Einrichtung nur für max. 1 Stunde. Wichtig ist hierbei, dass die Bezugsperson, welches z.B. die Mutter sein könnte, unter keinen Umständen den Raum verlässt. Die Mutter übernimmt Aufgaben wie das Wickeln und das Füttern selbst. Hilfreich kann es für das Kind ebenfalls sein, vertrautes Spielzeug oder Kuscheltier mitzunehmen.

Etwa ab dem vierten Tag kann die Bezugsperson erste Trennungsversuche wagen, d.h. sie verlässt den Raum nach Verabschiedung für max. 20 Minuten. Wichtig ist, dass die Mutter unverzüglich wieder kommt, wenn das Kind beginnt zu weinen. Auch in dieser Zeit führt die Mutter Rituale noch selbst durch (Füttern, Wickeln…)

Nach etwa 6 Tagen kann die Mutter die Einrichtung erstmals verlassen. Hierbei ist unbedingt zu beachten, dass die Bezugsperson jederzeit erreichbar ist und auch möglichst schnell wieder da ist, wenn das Kind mit dieser Situation überfordert ist. Das Kind sollte nicht länger als 1 Stunde allein in der Einrichtung sein. Die Tagesmutter kann nun auch beginnen, sich dem Kind zu nähern und erste Versuche mit dem Füttern oder Wickeln zu probieren. Sollte das Kind damit noch nicht einverstanden sein, übernimmt die Mutter weiterhin.

Nach etwa 9 Tagen kann das Kind längere Zeit ohne Mutter in der Einrichtung bleiben. Die Bezugsperson bleibt aber immer noch telefonisch erreichbar.

Die Eingewöhnung ist erst dann abgeschlossen, wenn sich das Kind von der Tagesmutter trösten lässt und in guter Stimmung spielt.

 

Gesundheit und Ernährung

Die Gesundheit der Kinder liegt mir sehr am Herzen, sie wird durch genügend Bewegung, Hygiene und natürlich gesunder Ernährung gefördert.

Ich koche nicht selbst da ich genug Zeit mit den Kindern verbringen möchte. Es kommt jeden Tag ein von mir ausgewählter Catering-Service.

Da es leider immer mehr Allergien bei den Kindern und Erwachsenen gibt, kläre ich im Vorgesprächen mit den Eltern, ob das Kind Allergisch auf bestimmte Lebensmittel reagiert, so dass ich darauf achten kann was das Kind zu sich nehmen darf oder nicht.

Um das die Kinder immer gesund und munter bleiben, achte ich auf folgende Dinge.

- täglich frische Luft bei jedem Wetter ob es regnet oder schneit

- dazu benötigen wir angemessene Kleidung

- täglich frisches Obst und ausreichend Flüssigkeit

- genügend Schlaf

- auf Sauberkeitserziehung und Körperhygiene achten.

 

Sauberkeitserziehung

Der Beginn der Sauberkeitserziehung erfolgt mit Absprache der Eltern, die Kinder sollten aber auch eine gewisse Körperliche Reife voraussetzen. Das heißt, bestimmte Muskeln und Nervenbahnen müssen ausgebildet sein, damit das Kind seine Blasen und Darmmuskulatur kontrollieren kann.

Sauber werden, muss genauso wie sprechen und laufen erlernt werden, bei den einen geht es sehr schnell und andere Kinder brauchen dafür etwas mehr Zeit.

Wenn die Kinder bereit sind dafür, bekommen sie die nötige Hilfe und Unterstützung von mir.

 

Fort- und Weiterbildung

Ich habe im November 2016 mein Curriculum absolviert und mit einer Hausarbeit über

" Pikler und Montessori in der Kindertagespflege " erfolgreich abgeschlossen. Dafür habe ich ein Zertifikat mit dem Titel „Qualifizierte Tagespflegeperson“ erhalten. Weiterhin werde ich mich jährlich mindestens 20 Stunden in einer Weiterbildung befinden, die zu speziellen Themen angeboten wird. Gesundheitszeugnis und die Erlaubnis für das Arbeiten mit Lebensmitteln sind aktuell zu halten. Aller 2 Jahre besuche ich den „Erste Hilfe Kurs am Kind“, frische meine Kenntnisse wieder auf und bin auf dem aktuellsten Stand. Aber auch Gesprächsrunden (Erfahrungsaustausch) mit anderen Tagesmüttern/ -vätern nutze ich als Möglichkeit, mir neue Anregungen zu holen.

 

Schlusswort

Viele Dinge, die ich so mache, wie ich sie mache, resultieren aus meiner jahrelangen Erfahrung aus der Erziehung meiner eigenen Kinder. Im Laufe der Zeit habe ich viel gelernt und werde immer dazulernen.

Lernen ist Lebenszeit, so steht es im sächsischen Bildungsplan.

Ich hoffe Ihnen mit meinem Konzept einen Einblick in meine Tagespflege gegeben zu haben.